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Antikörper-Wirkstoff-Konjugate: Präzise Vernichtung von Krebszellen

Die Fortschritte in der Krebstherapie über die letzten zehn Jahre sind beeindruckend. Für viele Krebsarten bleibt die Chemotherapie nach wie vor der Therapiestandard - also die Therapie mit chemischen Substanzen, die Krebszellen abtöten oder ihre Teilung verhindern. Sie hat den Nachteil, dass sie nicht nur die Krebszellen zerstört, sondern auch gesunde Zellen treffen kann.

Intensive Forschung hat mittlerweile ein tiefergehendes Verständnis für die Biologie von Tumoren ermöglicht und so den Weg für neue, spezifischere Substanzen geebnet. In Kombination mit innovativen Technologien zur gezielten Wirkstofffreisetzung sollen so die Auswirkungen einer Chemotherapie auf gesunde Zellen reduziert werden.

In diesem Zusammenhang spielt die Entwicklung von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (antibody drug conjugates, ADC) eine wichtige Rolle.

„Bei Antikörpern handelt es sich um sehr zielgerichtete Moleküle, die jeweils an ein spezifisches Protein im Körper binden“, erklärt Jochen Salfeld, Ph. D., Vice President Discovery Biologics am AbbVie Bioresearch Center in Worcester (Massachusetts, USA). „Das Ziel von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten ist es, die Spezifität der Antikörper zu nutzen und einen chemischen Wirkstoff direkt und präzise zum erkrankten Gewebe zu transportieren und damit eine Schädigung von gesundem Gewebe zu vermeiden.“

Antikörper, Wirkstoff und “Linker“ zusammenbringen

Jedes ADC setzt sich aus drei Teilen zusammen: dem Antikörper, der auf ein bestimmtes Protein der Tumorzelle abzielt, dem chemischen Wirkstoff, der das erkrankte Gewebe angreifen soll sowie einer weiteren chemischen Substanz, dem sogenannten „Linker“, der die beiden anderen Komponenten miteinander verbindet. Diese verbindende Substanz ist deshalb so wichtig, da sie dafür sorgt, dass der Wirkstoff erst dann freigesetzt wird, wenn er die Zielzelle - also das Tumorgewebe - erreicht hat.

Dadurch reduzieren ADCs nicht nur die Auswirkungen einer Chemotherapie auf gesunde Zellen, sondern auch die Menge an Wirkstoff, die für eine Therapie erforderlich ist.

„Um Krebszellen wirksam zu bekämpfen, muss der Wirkstoff selbst in hohem Maße toxisch sein“, erklärt Salfeld. „Dadurch, dass wir den Wirkstoff direkt zur Krebszelle transportieren, können wir erreichen, dass weniger davon im Körper zirkuliert. Letztendlich wird die Wirkung innerhalb der Krebszelle maximiert und gleichzeitig die Wirkstoffmenge insgesamt reduziert.“

ADCs könnten es auch ermöglichen, Wirkstoffe einzusetzen, die zu toxisch sind, um sie unspezifisch anzuwenden. „Wenn wir solche Moleküle mittels ADCs direkt in die Zelle einbringen könnten, kann sich ein vollkommen anders Profil ergeben, da sich die Wirkung der Substanz dann direkt gegen das Tumorgewebe richten würde“, so Salfeld weiter.

Gezielter Angriff auf Krebszellen

Zukünftig könnte es auch möglich sein, ADCs zu entwickeln, die auf zwei Proteine gleichzeitig abzielen.

„Einige der Zielproteine (Targets) findet man sowohl auf Krebs- als auch auf gesunden Zellen, deshalb kann es eine echte Herausforderung sein, ein ADC so spezifisch zu entwickeln, dass es ausschließlich Krebszellen angreift“, erklärt Salfeld. „Unsere Dual-Variable-Domain (DVD)-Plattform könnte uns die Entwicklung von ADCs erlauben, die auf zwei Targets abzielen.“

Ein Beispiel: Eine Tumorzelle kann zwei Targets aufweisen, Target A und Target B. Für eine optimale Wirksamkeit müsste ein Molekül gleichzeitig auf Target A und Target B abzielen, ohne jedoch gesunde Zellen anzugreifen, die nur eines der beiden Targets tragen.

AbbVie untersucht derzeit ein ADC für Patienten mit einer aggressiven Form eines Hirntumors sowie mehrere andere ADC in frühen Entwicklungsstadien.

Überlistung erkrankter Zellen: so funktioniert ein ADC.

 

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