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Leukämie

Unter dem Begriff Leukämie sind bösartige Erkrankungen des blutbildenden oder des lymphatischen Systems zusammengefasst. Dazu gehören unter anderem das Knochenmark, in dem die Blutbestandteile gebildet werden, die Milz sowie das Lymphsystem.

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An einer chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) erkranken jährlich etwa 3.000 Männer und ca. 2.000 Frauen. Damit ist sie die häufigste leukämische Erkrankung in Deutschland. Vor allem ältere Menschen sind betroffen: 2011 waren Männer zum Zeitpunkt der Diagnose im Schnitt 72 Jahre alt, Frauen 75 Jahre.

Die CLL ist eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Organsystems und gehört damit zu den Lymphomen. Aber im Gegensatz zu den Lymphomen verläuft die CLL „leukämisch“: Eine CLL beginnt im Knochenmark und geht dann ins Blut über. Sobald sich CLL-Zellen im Blut befinden, können sie sich in anderen Bereichen des Körpers verbreiten, darunter die Lymphknoten, die Leber oder die Milz. Aus diesem Grund nimmt die CLL eine Sonderrolle ein: Sie zählt zu den Lymphomen, verläuft aber wie eine Leukämie. Daneben ist die CLL eine Krebserkrankung, die langsam (chronisch) verläuft.

Eine CLL tritt auf, wenn der Körper zu viele unreife Lymphozyten (bestimmte weiße Blutkörperchen) bildet, die nicht richtig funktionieren. Mit der Zeit häufen sich diese funktionslosen Lymphozyten im lymphatischen System an und können zu großen, geschwollenen Lymphknoten und einem erhöhten Infektionsrisiko führen. Die funktionslosen Lymphozyten verdrängen andere Zelltypen im Knochenmark und führen so zu:

  • Anämie (Blutarmut) aufgrund einer verminderten Anzahl roter Blutkörperchen, was zu Müdigkeit, Schwächegefühl und Kurzatmigkeit führen kann
  • Anfälligkeit für Infektionen aufgrund einer verminderten Anzahl gesunder weißer Blutkörperchen (Leukozyten)
  • Blaue Flecken oder Blutungen aufgrund einer verminderten Thrombozytenzahl (Blutplättchen).

 

Welche Behandlungsoptionen bei CLL in Frage kommen, hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Krankheitsstadium
  • Anzeichen und Symptome
  • Anzahl roter Blutkörperchen, weißer Blutkörperchen und Blutplättchen
  • ob die Leber, Milz oder Lymphknoten vergrößert sind
  • Ansprechen auf die erste Therapie nach Diagnose
  • ob es sich um eine rezidivierende (wiederkehrende) Erkrankung handelt.

 

Menschen mit CLL im Frühstadium werden engmaschig überwacht („Watch & Wait“, abwartende Beobachtung), erhalten in der Regel jedoch erst eine Behandlung, wenn Anzeichen und Symptome auftreten oder sich verändern. Ist eine Behandlung erforderlich, kommen am häufigsten Behandlungsformen wie Strahlentherapie, Chemotherapie, Stammzellentransplantation und zielgerichtete Therapien zum Einsatz. Die weitere Behandlung der CLL kann sich schwierig gestalten, wenn ein Rezidiv (wiederkehrende CLL) auftritt oder sich Resistenzen entwickeln.

Darüber hinaus können Patienten mit CLL genetische Mutationen oder Abweichungen der Chromosomen aufweisen, die eine günstigere oder schlechtere Prognose bedeuten können. Chromosomenabweichungen bei CLL werden bei bis zu 80 % der Patienten festgestellt und spielen eine wichtige Rolle für Prognose und Behandlungsstrategien. So weisen fünf bis acht Prozent der nicht vorbehandelten Patienten und 30 bis 50 Prozent mit rezidivierender oder refraktärer (für die Therapie unempfängliche) Erkrankung eine bestimmte Abweichung in den Chromosomen auf. Diese Patienten haben meist eine schlechte Prognose und eine Lebenserwartung von weniger als zwei bis drei Jahren.

Ist das Vorliegen einer genetischen Mutationen bei Diagnose bzw. bei Wiederauftreten der Erkrankung bekannt, lässt sich die Prognose besser einschätzen und ein spezifischer Behandlungsansatz festlegen.

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