Acne inversa

Acne inversa (AI) ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, deren Ursache noch nicht vollkommen erforscht ist. Sie ist nicht heilbar, jedoch lassen sich die Symptome mit einer passenden Therapie unter Kontrolle bringen. Entscheidend ist eine frühe Diagnose.

Was ist Acne inversa?

Bei der AI – oder auch Hidradenitis suppurativa –kommt es zu erbsengroßen, schmerzhaften Knoten, Mitessern, Zysten oder Abszessen, vor allem an innenliegenden Körperteilen (daher der Name Inversa, vom lat. Invers für Innen). Insbesondere die Achseln, Leisten, der Genitalbereich und das Gesäß sind hierbei betroffen - bei Frauen auch der Bereich unter den Brüsten. Bei häufigen Entzündungen derselben Körperbereiche können im Verlauf der Erkrankung starke Vernarbungen entstehen, die sogar zu Bewegungseinschränkungen führen können.

Meist tritt die AI in Schüben auf: So wechseln sich Stadien mit Beschwerden mit Phasen ohne Symptome ab. Wichtig zu wissen: Acne inversa ist zu keiner Zeit ansteckend.

Wie häufig ist Acne inversa?

In Deutschland leidet schätzungsweise ein Prozent der Bevölkerung an AI. Es gibt jedoch In den meisten Fällen tritt die Krankheit zwischen dem 15. und dem 30. Lebensjahr auf. Bis zur Diagnose kann durch den schleichenden Beginn viel Zeit vergehen, da die Beschwerden oftmals nicht richtig zugeordnet werden können. Eine rechtzeitige Diagnose ist jedoch für eine erfolgreiche Therapie sehr wichtig, um bleibende Schäden zu vermeiden. Die optimale Behandlung ist abhängig vom individuellen Verlauf und der Krankheitsaktivität. Grundsätzlich zielt eine Therapie darauf ab, neue Schübe zu verhindern. So wird den Patienten ein aktives und selbstbestimmtes Leben ermöglicht.Anzeichen, dass die Dunkelziffer höher liegen könnte. In den meisten Fällen tritt die chronische Erkrankung bei jungen Erwachsenen ab Anfang 20 auf. Frauen haben eine bis zu fünfmal höhere Wahrscheinlichkeit zu erkranken.

Die genaue Ursache ist noch nicht bekannt. Man geht jedoch u. A. von einer genetischen Veranlagung aus. Darüber hinaus existiert eine Reihe von Risikofaktoren. Neben Alter und Geschlecht wird AI zudem mit Rauchen und Übergewicht in Verbindung gebracht.

Diagnose und Therapie

Da es Ähnlichkeiten zu anderen Hautkrankheiten gibt und die Beschwerden je nach Schweregrad der Erkrankung unterschiedlich sind, vergehen im Schnitt in Deutschland rund zwölf Jahre bis zur richtigen Diagnose – für die Patienten ist das neben den auftretenden Symptomen eine zusätzliche psychische Belastung. Doch auch danach ist Acne inversa nicht heilbar. Allerdings kann eine wirksame, frühzeitige und kontinuierliche Behandlung dabei helfen, Schmerzen zu lindern, den Hautveränderungen entgegenzuwirken und neue Schübe zu verhindern. Seit einiger Zeit ist zudem ein TNF-α-Blocker zur Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer aktiver AI zugelassen, die unzureichend auf eine konventionelle systemische AI-Therapie angesprochen haben.

Sie suchen weitere Informationen zu Acne inversa?

Mehr zur Erkrankung, ihren Symptomen und der Behandlung mit Medikamenten sowie Hilfsangebote finden Sie auf AbbVie Care.