Hepatitis C

Hättest du’s gewusst? Viele Menschen mit Hepatitis C haben keine Symptome. Die Erkrankung ist heilbar, wenn man davon weiß.

Was steckt dahinter?

Chronische Hepatitis C ist eine Lebererkrankung, die durch das Hepatitis-C-Virus verursacht wird. Unbehandelt kann chronische Hepatitis C schwere gesundheitliche Folgen haben. Die Bezeichnung Hepatitis C ist abgeleitet vom griechischen Wort für Leber „hepar“ und der Endung „-itis“ für Entzündung. Es gibt sechs HCV-Virustypen, sogenannte Genotypen, und 67 Subtypen. Weltweit sind rund 71 Millionen Menschen mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert. Jedes Jahr kommen drei bis vier Millionen Patienten dazu. In Deutschland wird jährlich bei etwa 4.000 bis 5.000 Patienten die Infektion erstmals diagnostiziert. Männer sind dabei beinahe doppelt so häufig von der Krankheit betroffen wie Frauen.

Dank neuer Medikamente ist die Krankheit heute schnell und gut verträglich bei nahezu allen Patienten heilbar.

Ansteckung und Krankheitsverlauf

Eine Ansteckung erfolgt durch Blut-zu-Blut-Kontakt; dabei reichen kleinste Mengen infizierten Blutes für die Infektion aus. Durch diesen Übertragungsweg sind Drogenkonsumenten, Personen mit Tattoos, Menschen mit ungeschütztem Geschlechtsverkehr sowie Ärzte und Pflegepersonal einem besonderen Infektionsrisiko ausgesetzt. Im Blut angekommen, vermehrt sich das Virus in den Leberzellen und führt so zu einer dauerhaften Entzündung des Lebergewebes. Bei 75 bis 85 Prozent der Betroffenen nimmt die Hepatitis-C-Erkrankung einen chronischen Verlauf. Von einer chronischen Hepatitis C spricht man, wenn sechs Monate nach Infektion Viren im Blut nachweisbar sind. So wird die Leber belastet und kann unbehandelt nachhaltig geschädigt werden. 15 bis 30 Prozent der chronischen HCV-Patienten entwickeln innerhalb von 20 Jahren eine Leberzirrhose, die im Endstadium zum akuten Leberversagen führen kann. Chronische Hepatitis C gehört damit zu den häufigsten Ursachen für Lebertransplantationen.

Leben mit Hepatitis C – Häufig unbemerkt

Diagnose und Therapie

Dreiviertel aller Infektionen verlaufen unbemerkt oder nur mit Grippe-ähnlichen Symptomen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Gelenkschmerzen und/oder Fieber. Das macht die Krankheit schwierig zu diagnostizieren und verhindert oft eine rechtzeitige Behandlung. Bis zur Diagnose können Jahre oder sogar Jahrzehnte vergehen. Virusträger, die noch nichts von Ihrer Erkrankung wissen, können andere Menschen anstecken. Bei verdächtigen Symptomen, insbesondere in Kombination mit erhöhten Leberwerten, ist es daher wichtig, dass der Arzt auf Hepatitis C testet.

Wenn sie rechtzeitig erkannt wird, ist die Erkrankung heute dank innovativer Hepatitis-C-Medikamente bei den meisten Patienten vollständig heilbar – und das in nur wenigen Wochen und gut verträglich. Denn neue Medikamente enthalten kein Interferon mehr, das bei früheren Therapien oft starke Nebenwirkungen verursacht hat. Heute basieren Hepatitis-C-Therapien auf sogenannten DAAs (direct acting antivirals bzw. direkt antiviral wirksamen Substanzen). Diese blockieren effektiv die Virusvermehrung. Die neuen Wirkstoffe sind darüber hinaus pangenoytpisch einsetzbar, also über alle Virus- bzw. Genotypen hinweg. Damit kann heute nahezu jeder Patient mit einer chronischen Hepatitis C von der Infektion geheilt werden.

Weitere Informationen zu Hepatitis C

Mehr zur Erkrankung, ihren Symptomen und der Behandlung mit Medikamenten sowie Hilfsangebote finden Sie auf AbbVie Care.