Leukämie

Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) ist die häufigste Form von Blutkrebs in Mitteleuropa und eine Unterform der sogenannten Non-Hodgkin-Lymphome. Wie genau die Therapie der Krankheit aussieht, hängt von der Ausprägung der Erkrankung ab. 

Was genau ist die CLL?

Der Name Leukämie bedeutet übersetzt „weißes Blut“. Der Grund für die Entstehung einer CLL ist eine krankhafte, unkontrollierte Vermehrung von unreifen B-Lymphozyten, einer Untergruppe der weißen Blutkörperchen. Im Gegensatz zu anderen Blutkrebs-Formen entsteht die lymphatische Leukämie – wie sich vom Begriff ableiten lässt – nicht im Blut, sondern im lymphatischen System. Das Problem, das durch das Zuviel an unreifen Lymphozyten entsteht: Durch die Veränderung können sie ihre eigentliche Funktion der Immunabwehr nicht mehr erfüllen. Die entarteten Zellen verdrängen die gesunden weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und sammeln sich außer im Blut auch in den Lymphknoten, der Leber der Milz und im Knochenmark an. Im Knochenmark wird dadurch die Bildung von roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) gehemmt.

Eine CLL wird meist zufällig im Rahmen von Routineuntersuchungen entdeckt, da die Patienten anfangs keine Beschwerden haben. Im Verlauf und vor allem im fortgeschrittenen Stadium kommt es durch den Mangel an funktionstüchtigen Leukozyten, Erythrozyten und Thrombozyten zu einer Verminderung der Leistungsfähigkeit und andauernder Müdigkeit sowie zu erhöhter Blutungsneigung und Infektanfälligkeit. Häufig sind die Lymphknoten und Milz vergrößert.

Leukämie in Deutschland

In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 5.000 Menschen an einer chronischen lymphatischen Leukämie (CLL). Männer sind häufiger betroffen als Frauen, die Patienten sind meist in einem fortgeschrittenen Alter.

Die Ursachen einer chronischen lymphatischen Leukämie sind noch unklar. Neben dem Alter werden als Risikofaktoren gewissen Schadstoffe wie Asbest oder Pestizide diskutiert.

Diagnose und Therapie

Meist gibt eine normale Untersuchung beim Hausarzt erste Aufschlüsse über die mögliche Erkrankung. Für einen genauen Befund wird der Patient zum Spezialisten, dem Hämatologen oder Onkologen, überwiesen. Unter anderem wird dieser die Anzahl der weißen Blutkörperchen überprüfen. Liegt die Anzahl der B-Lymphozyten dabei bei mehr als 5.000 pro Mikroliter, spricht man offiziell von einer chronischen lymphatischen Leukämie. Neben einem Differentialblutbild und einer körperlichen Untersuchung können dem Fachmann auch laborchemische Tests und Sonographie dabei helfen, die Diagnose CLL abzusichern.

Bei CLL-Patienten kann heute mit modernen Therapieoptionen auch eine fortgeschrittene Erkrankung zurückgedrängt und ein Fortschreiten verzögert werden. Hierzu zählen die Chemotherapie sowie die Behandlung mit zielgerichteten Therapien, oft in Kombination miteinander.

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