RS-Virusinfektion

Das Respiratorischen Synzytial-Virus, kurz: RS-Virus, ist als Auslöser für Atemwegserkrankung weltweit verbreitet. Im ersten und zweiten Lebensjahr ist das Virus laut Robert-Koch-Institut sogar einer der bedeutendsten Erreger. Besonders gefährdet für eine Infektion sind dabei Säuglinge und Kleinkinder.

Was genau ist der RS-Virus?

Zunächst wirkt eine Ansteckung mit dem RS-Virushäufig wie eine gewöhnliche Erkältung, da sie insbesondere in der kalten Jahreszeit auftritt. Ähnlich wie andere Krankheitserreger wird das Virus beim Einatmen von kleinsten Tröpfchen in der Luft (in Folge von Husten oder Niesen) übertragen. Es kann aber auch auf anderen Wegen in Mund oder Nase gelangen – beispielsweise wenn ein Kind seine Finger in den Mund steckt. Das RS-Virus überlebt auf Oberflächen stundenlang und bleibt dabei ansteckend. Da bis zum Ausbruch der Erkrankung eine knappe Woche vergeht, kann das Virus bis dahin auf weitere Menschen übertragen werden, ohne dass irgendwelche Anzeichen einer Erkrankung auftreten.

Diagnose und Schutzmöglichkeiten

Im zweiten oder ersten Lebensjahr macht beinahe jedes Kind eine RSV-Infektion durch. Eine Diagnose ist schwierig, da bei gesunden Kindern und Erwachsenen in der Regel einfach nur leichte, erkältungsähnliche Symptome wie Schnupfen oder leichtes Fieber auftreten. Für frühgeborene Babys und Kleinkinder mit Lungenerkrankungen oder angeborenen Herzfehlern ist die Gefährdung allerdings weit größer: Ihre Lungen und das Immunsystem sind häufig noch nicht vollständig ausgebildet. Daher kann es in dieser Risikogruppe zu Erkrankungen der Atemwege und der Lunge bis hin zur Lungenentzündung kommen. Bei einer akuten RSV-Infektion gibt es bis heute keine Therapie, die die Ursache der Erkrankung bekämpfen kann.

Es besteht jedoch die Möglichkeit, die Symptome zu behandeln und – z. B. durch besondere Hygienemaßnahmen einer Infektion vorzubeugen. Eine Immunprophylaxe gegen eine RSVirus-
Infektion, die Krankenhausaufenthalte erforderlich macht, ist insbesondere für Hochrisikogruppen wie z. B. Frühgeborene vor der 35. Schwangerschaftswoche empfohlen.

Ansteckung verhindern durch Hygienemaßnahmen

  • Hände waschen
  • Alle Dinge, mit denen das Kind in Berührung kommt, stets sauber halten
  • In der Erkältungszeit Orte meiden, an denen sich viele Menschen aufhalten
  • Erkältete Menschen von Babys und Kleinkindern fernhalten
  • Nicht rauchen

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